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Konstruktion

Design und Konstruktion eines Fahrzeugs ist das eine. Doch die Seele des Ganzen stellt letztlich die Technik dar. In 40 Jahren hat sich vieles verändert, sind auch die Ansprüche der Kunden an ein zeitgemäßes Verkehrsmittel gewachsen.

So wird eine neue Elektromotoren-Generation die neuen Bahnen antreiben und das Wageninnere wird deutlich moderner. LED-Beleuchtung, Lüftungsanlage und Informationsdisplays sollen den Fahrspass erhöhen.

Technische Grundbedingungen:

Die Konstruktion eines neuen Schwebebahnfahrzeugs ist zahlreichen Restriktionen unterworfen. So sind die Maße eines Neubaus in Länge, Breite und Höhe bereits durch Maße der Bahnhöfe und das sogenannte Lichtraumprofil fest gelegt. Ebenso wurden Mindestanforderungen an Beschleunigung und Bremsen bereits im Lastenheft festgeschrieben, denn die sind für einen Zwei-Minuten-Takt, der eine der Voraussetzungen für die Landesförderung ist, unabdingbar.

Vergleich der Wagengenerationen/Technische Neuerungen:

Trotz aller konstruktionsbedingter Ähnlichkeiten werden die neuen Züge doch Kinder der modernen Zeit sein. So verfügen die Fahrzeuge über eine Bremskraftrückgewinnung, die Energie, die beim Bremsen erzeugt wird, wird in den Fahrstrom zurückgeführt. Um die kürzeren Taktzeiten zu erreichen, wird die Motorisierung erhöht. Leisten die vier längsliegenden Gleichstrom-Motoren der derzeitigen Modelle je 50 Kilowatt, werden es künftig vier längsliegende Drehstromasynchronmotoren mit 60 Kilowatt Leistung sein. Sie könnten das Fahrzeug auf bis zu 65 Km/h beschleunigen. Allerdings wird die Kraft nur für die Beschleunigung gebraucht, mehr als 60 km/h sind bei der Schwebebahn nicht zugelassen. Die mittlere Beschleunigung verdreifacht sich durch diesen Leistungszuwachs. Natürlich wird das Bremsvermögen entsprechend angepasst. Statt eines Schneckengetriebes kommt nun ein Stirn-Kegelradgetriebe zum Einsatz.

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Gesteuert wird das Ganze von einem zeit gemäßem Fahrerstand aus über ein serielles Daten-Bussystem. Über mehrere Touch-Screens hat der Fahrer jederzeit Überblick über die Funktionen und Betriebsabläufe des Fahrzeugs. Im Fahrzeug selbst werden die Fahrgäste über zwei Monitore informiert. Einer ist in der Rückwand der verglasten Fahrerkabine montiert. Ein weiterer in der Mitte des Fahrzeugs. Led-Leuchten sorgen ebenso für den richtigen Durchblick wie eine Panoramascheibe im Heck des Fahrzeugs. Für Rollstuhl-Fahrer wird es – auch dies ein Novum – an der ersten Tür des Fahrzeugs eine Klapprampe für den Einstieg geben.

Ansicht Fahrerstand seitlichAnsicht Fahrerstand von oben