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Betriebssystem

Das neue Betriebssystem ist eines der modernsten der Welt und kommt auch im französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV zum Einsatz. Das System der Firma Alstom ermöglicht eine Erhöhung der Transportkapazität bei gleichzeitiger Steigerung der Sicherheit.

Nur mit einem neuen Betriebssystem lässt sich die geplante Taktverdichtung und die Verkürzung der Fahrzeit zwischen Oberbarmen und Vohwinkel auf 25 Minuten realisieren. Außerdem muss der Betrieb von mehr Zügen, die sich gleichzeitig auf der Strecke befinden, gemanagt werden. Mit dem alten System, das in seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1963 stammt, ist das nicht mehr zu leisten.

Bei dem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt die Firma Alstom Transport Deutschland GmbH den Zuschlag. Alstom konnte sich mit einer innovativen neuen Zugsicherungstechnik, basierend auf dem europäisch genormten ETCS-Standard (European Train Control System), der u.a. zur Steuerung und Sicherung des Eisenbahnverkehrs auf den Strecken der transeuropäischen Netze eingesetzt wird, gegen die Mitbewerber durchsetzen. Selbst ICEs der Deutschen Bahn und der französische Höchstgeschwindigkeitszug TGV fahren mit Versionen des Zugsicherungssystems, wie es modifiziert auch in der Wuppertaler Schwebebahn zum Einsatz kommen wird. Die neue Wuppertaler Schwebebahn wird damit zukünftig auch über eine Zugsicherung auf dem höchstmöglichen Sicherheitslevel SIL 4 (Safety Integrity Level) verfügen.

Für das Wuppertaler Wahrzeichen bedeutet dies einen Quantensprung in der Betriebs- und Sicherheitstechnologie. So werden die Informationen über die Gleisbelegung, welche bisher von Zugschlussmagneten geliefert werden, durch ein so genanntes positives Zugerkennungssystem ersetzt. Jedes Fahrzeug erhält dazu ein eigenes Bordrechnersystem, mit dem die Fahrtfreigaben überwacht werden. Alle erforderlichen Informationen zur Fahrzeugführung werden auf einem Display im Fahrerstand angezeigt.

Ansicht Fahrerstand seitlich

Alle Fahrzeuge teilen bei dem neuen Betriebssystem einem Zentralcomputer drahtlos per Funk ihre Position mit. Der Zentralcomputer erteilt aufgrund dieser Informationen die individuellen Fahrtfreigaben und überwacht alle Fahrstraßen.

Das neue Betriebssystem ermöglicht aber nicht nur die Erhöhung der Transportkapazität, sondern auch eine Erweiterung der Funktionalitäten insbesondere auf der Betriebsleit- und Steuerungsebene. So kann das Betriebssystem der Schwebebahn zukünftig mit dem rechnergestützten Betriebsleitsystem für den Busbetrieb verknüpft werden. Die Leitstellen für den Bus- und den Schwebebahnbetrieb wollen die WSW künftig zusammenlegen.