Vossloh Kiepe baut neue Schwebebahn-Generation

10. November 2011


Bei der Vertragsunterzeichnung: Andreas Bunse (Geschäftsführer Vossloh Kiepe; sitzend, links), Andreas Feicht (Vorsitzender Geschäftsführung WSW mobil GmbH; sitzend, rechts), Markus Schlomski (Arbeitsdirektor WSW mobil GmbH; stehend, links), Ulrich Jaeger (Geschäftsführer WSW mobil GmbH; Mitte), Volker Lauel (Geschäftsleitung Bahnsysteme Vossloh Kiepe; rechts)

“Es ist eine Aufgabe, wie sie nur einmal in jeder Generation bewältigt werden muss und wir sind stolz, dass die Beschaffung neuer Schwebebahnwagen uns zufällt”, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Wuppertaler Stadtwerke, Andreas Feicht. Heute, am 10. November 2011, geht diese historische Aufgabe in die nächste Phase: Ein Hersteller für die neuen Schwebebahnen ist gefunden und der Vertrag wurde unterzeichnet. Das Düsseldorfer Unternehmen Vossloh Kiepe GmbH, Tochtergesellschaft des weltweit operierenden Verkehrstechnologie-Konzerns Vossloh AG aus Werdohl, wird die nächste Serie des weltberühmten Verkehrsmittels liefern. Die Düsseldorfer sind insbesondere auf umweltfreundliche Nahverkehrsfahrzeuge spezialisiert. Die Endmontage der Fahrzeuge wird im Werk von Vossloh Rail Vehicles in Valencia/Spanien erfolgen.

“Die Schwebebahn ist eine einmalige Chance.”

9. November 2010

In einem europaweit ausgeschriebenen Designwettbewerb haben sich die Spezialisten von büro+staubach gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt. Von Rio bis Düsseldorf waren die Berliner bislang erfolgreich tätig, ihre Erfahrung im Design von Nahverkehrsmitteln ist enorm. Nun haben Sie sich an die Wuppertaler Schwebebahn herangetraut.

Im Interview berichten Prof. Helmut Staubach und Prof. Nils Krüger über Lust und Last der Arbeit am weltberühmten Verkehrsmittel.Portrait

Als Sie damals von der Ausschreibung zum Schwebebahndesign hörten, was war Ihr erster Gedanke?

Prof. Staubach: Ich dachte, das ist eine einmalige Chance. Wir haben schon viele Fahrzeuge in aller Welt von Düsseldorf bis Rio entwickelt, aber die Schwebebahn ist einmalig und deshalb eine Herausforderung. Gleichzeitig hatte ich auch Respekt vor der Aufgabe, denn beim Wahrzeichen einer Stadt steht man natürlich unter einem ganz besonderen Erwartungsdruck.

Design Exterior und Interior

1. September 2010



Äußerlich ist das Fahrzeug eine Schwebebahn geblieben. Aber achten Sie aufs Detail: Fensterbänder und ein großzügiges Panoramafenster im Heck sorgen für Licht und Transparenz im Inneren. Eine leicht nach vorn geneigte Frontpartie erleichtert dem Fahrer die Sicht und verkleidete Radaufhängungen betonen den Charakter der Züge als Hängebahn.

Innen ist Fahrkomfort Trumpf. Die Doppelsitze bleiben erhalten. Aber statt Hartplastikschalen gibt es nun gepolsterte Holz- oder Metallsitze. Mehr Platz als heute für Kinderwagen oder Rollstühle gibt es künftig an der ersten und der letzten Tür. Dort befinden sich auch zusätzliche Klappsitze, so dass insgesamt 46 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Eine wichtige Fragen haben wir uns für später aufgehoben: Welche Farbe sollen die neuen Schwebebahnzüge haben? Eine Antwort darauf wollen wir erst geben, wenn die endgültigen Konstruktionspläne vorliegen. Auch dann sind wir auf Ihre Vorschläge und Anregungen gespannt.

Die Bilder können Sie sich hier auch gerne in höherer Auflösungen herunterladen: