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„Sie passt und fällt auf“

Der Kinder-Tisch Vohwinkel e. V. wurde mit seinem Sternpunkt-Express auf den dritten Platz im Schwebebahn-Wettbewerb gewählt. Rund 3.600 Teilnehmer favorisierten diese Nutzungsidee für eine der drei ausrangierten Schwebebahn-Wagen der Generation, die in diesem Jahr ausgetauscht wird. Vier Fragen an den Vereinsvorsitzenden Uwe Schemann:

Herr Schemann, was bedeutet die Schwebebahn für Sie ganz persönlich?

Ich bin in Wuppertal geboren und mit der Schwebebahn aufgewachsen. Den vorangehenden Wechsel der Schwebebahn-Waggons in den 70er-Jahren habe ich als Junge miterlebt. Spontan fällt mir ein Aufsatz ein, den wir in der dritten Klasse dazu schreiben sollten. Damals habe ich mich also schon einmal mit dem Thema beschäftigt. Die Schwebebahn ist das Wahrzeichen unserer Stadt. In dem Moment, als öffentlich wurde, dass die aktuellen Wagen gegen neue ausgetauscht, verkauft und drei davon sogar verschenkt würden, haben wir gedacht: Das wäre doch auch etwas für unseren Verein.

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Wie kam Ihre Idee für den Sternpunkt-Express zustande?

Wir, der Kinder-Tisch Vohwinkel, haben ein schönes großes Grundstück mit viel Spielfläche im Bereich Dasnöckel/Roßkamper Höhe: unseren Sternpunkt. Die Schwebebahn installieren wir dort als Sozialraum, in den man sich auch bei schlechtem Wetter zurückziehen kann und in dem Eltern einen Kaffee trinken können, während sie durch die Fenster ihren Kindern draußen beim Spielen zusehen. Darüber hinaus haben wir viele weitere Ideen, etwa Informationsveranstaltungen oder Gottesdienste für Bürger aus dem Stadtteil. Der Sternpunkt ist eine Begegnungsstätte verschiedener Kulturen, Religionen und Gesellschaftsschichten. Sogar Menschen aus angrenzenden Stadtteilen und Städten wie Solingen, Haan und Gruiten kommen zu uns, täglich allein rund 130 Kinder. Auch wegen der Nähe zu Fauna und Sportstätten sind wir als Ausflugsort bekannt. Da passt die Schwebebahn einfach hin und fällt auf. In Vohwinkel an der Endhaltestelle steigen Leute aus und ein – wir bringen jetzt einen Wagen zu den Menschen auf den Berg.

Was sagen Sie zu Ihrer Platzierung im Wettbewerb?

Der Wettbewerb war für uns als kleiner stadtteilorientierter Verein eine Herausforderung. Wir haben gesagt: Mal sehen, ob wir so viele Stimmen zusammenkriegen, dass wir die Chance haben, zu gewinnen. Jetzt sind wir mehr als stolz, dass es uns gelungen ist, so viele Menschen von nah und fern mit unserer Idee erreicht und begeistert zu haben. Wir freuen uns über den dritten Platz und darüber, dass wir den Schwebebahn-Wagen als Geschenk annehmen dürfen.

Was haben Sie in punkto Sternpunkt-Express als nächstes vor?

Ende Dezember haben wir den Bauantrag eingereicht. Momentan befinden wir uns in der ersten Planungsphase, wie der Schwebebahn-Wagen aufgestellt werden kann. Auch Beratungstermine stehen an. Darüber hinaus suchen wir Menschen, die uns beim Aufbau des Sternpunkt-Express ehrenamtlich und mit Spenden unterstützen. Eventuell entsteht ein Projekt, an dem sich Kinder beteiligen. Doch wir steigen ganz bewusst langsam ein in das neue Jahr. Der Sternpunkt-Express ist ein großes Projekt. Da wir alle neben unseren Berufen ehrenamtlich arbeiten, ist das für uns eine große Aufgabe. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir immer das geschenkt bekommen, was wir gerade brauchen. Wir sind weit fortgeschritten in der Vorbereitung und freuen uns auf das, was noch passiert.

Vielen Dank für das Gespräch.

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